Raubkopien - Deutsche Unternehmen ignorieren Gefahren
Wer unlizenzierte Software nutzt, verzichtet oftmals darauf Updates zu installieren, die auch sicherheitsrelevante Verbesserungen beinhalten, um die Lauffähigkeit der Raubkopie nicht zu gefährden. Dadurch werden die IT-Systeme allerdings auch anfälliger für den Angriff mit Viren und Trojanern, so dass beispielsweise Microsoft bestimmte Sicherheitsupdate sogar bewusst für Raubkopien veröffentlicht und versichert, dass das Update die Lauffähigkeit nicht beeinflusst. Laut einer Studie, die durch die GfK im europäischen Raum durchgeführt wurde, ist sich ein Großteil der Unternehmen nicht darüber im Klaren, wie gefährlich unlizenzierte Software sein kann. Nach der Studie erkennen 94 % aller kleinen und mittelständischen Unternehmen zwar die Wichtigkeit ihres IT-Segments an, aber neun von zehn Unternehmen sind sich nicht über mögliche Gefahren bewusst. Zudem wissen rund 40 Prozent nicht, ob ihre Software zu 100 Prozent legal ist. Überraschend ist, dass Unternehmen in Ost-Europa und Russland sich den Gefahren deutlich stärker bewusst sind und die Risikien anerkennen. „Kleine und mittelständische Unternehmen müssen sich der ernsthaften Risiken klar werden, die sie durch den Einsatz illegaler Software eingehen: Gefahren für den Betrieb, für die IT und natürlich rechtliche und finanzielle Konsequenzen“, warnt Georg Herrnleben, Director Zentral- und Osteuropa der Business Software Alliance „Auf überführte Firmen kamen im Schnitt 16.000 Euro an Schadensersatz und Rechtsverfolgungskosten zu. Diese Zahl kann im Einzelfall aber auch wesentlich höher liegen, in einem aktuellen Fall sogar bei rund 150.000 Euro. Zudem sind diese Kosten bei weitem nicht das einzige Risiko, dem sich Firmen aussetzen.“ weiterlesen ⇒
Quelle: ONLINEWELTEN News
Eingetragen in: News vor 15138 Std. 19 Min.
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